Archiv für September 2008

3. Oktober: Kein Tag zum Feiern!

hart backbord!

Hart Backbord! – Für etwas Besseres als die Nation!

Vom 3. bis 5. Oktober finden in Hamburg die offiziellen Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit unter dem Motto „Kulturnation Deutschland“ statt. Geboten werden soll ein „Bürgerfest“ mit Wurstbude, Deutschpop, Klassik, Boot und einer seichten Brise politischer Agitation. Zusammen mit mehreren 100 000 Besucher_innen soll hier patriotische Begeisterung gepflegt und als Event inszeniert werden „Hamburg möchte mit dem Kulturfest in der HafenCity und der Speicherstadt ein Zeichen setzen und demonstrieren, dass der Tag der Deutschen Einheit ein ganz besonderes Ereignis ist, das man fröhlich und dennoch anspruchsvoll feiern kann.“ so der Geschäftsführer der Hamburg Marketing GmbH. Wenn an diesem Tag die selbsternannte Elbmetropole die Gelegenheit nutzen möchte, um ihr elitäres Protzprojekt Hafencity in Szene zu setzen, und das offizielle Deutschland sich anschickt, sich in leitkultureller Vielfalt zu präsentieren, wollen wir das nicht umkommentiert lassen und unseren ganz eigene Vorstellung von „anspruchsvoll feiern“ ins Spiel bringen. Dem reaktionären Einheitstaumel im Gewand kultureller Vielfalt setzen wir unsere Unversöhnlichkeit mit der Nation und den herrschenden Verhältnissen von Unterdrückung und Ausbeutung entgegen. (mehr…)

Kein Fussbreit Thor Steinar!

brevik

Das neue Nazi-Bekleidungsgeschäft „Brevik“ in der Hamburger Innenstadt (Spitaler Straße 24) hat am Donnerstagnachmittag trotz Protesten seinen Betrieb wieder aufgenommen. Die rechtsextreme Marke Thor Steinar vertreibt dort seit Donnerstagmorgen typische Szene-Kleidung. Eigentümerin der Ladenpassage ist die norddeutsche Landesbank HSH Nordbank. Die Bank hatte die Eröffnung des Nazi-Ladens zunächst untersagt, als 100 Antifaschisten in der Ladenpassage demonstrierten. Nachdem die Polizei die Protestler vertrieben hatte, begann erstmals der Verkauf im Thor Steinar-Shop.

Ein Sprecher der HSH Nordbank sagte am Freitag, man könne den Ladenbetrieb derzeit nicht unterbinden, obwohl die Bank das am Donnerstag öffentlich zugesichert hatte. Es liefen aber Verhandlungen „im Stundentakt“ mit dem Geschäftsführer, um den Vertrag aufzulösen, so der Sprecher. Die HSH Nordbank war offensichtlich überrascht über das rechtsradikale Sortiment des Ladens in bester City-Lage, hätte aber nach eigenen Angaben bei besserer Recherche über den Mieter – die Protex GmbH aus Brandenburg – eine Blamage vermeiden können. Die Bank ist schon wegen Abschreibungen in hundertfacher Millionenhöhe aus US-Immobiliengeschäften und wegen geplanten Stellenabbaus in negative Schlagzeilen geraten.

Beim Miteigentümer der HSH Nordbank – der Freien und Hansestadt Hamburg – fühlt man sich nicht zuständig für die Misere. Ein Sprecher der Finanzbehörde sagte, für das operative Geschäft sei allein die Bank zuständig. Doch die Politik hat bereits reagiert. Die stellvertretende Vorsitzende der Hamburger Linksfraktion Christiane Schneider verlangte die unverzügliche Schließung des Nazi-Ladens. Ein solches Geschäft – noch dazu in der Innenstadt – sei „unerträglich“, so Schneider. Auch die Grünen fordern ein baldiges Ende des Nazi-Shops.

Derweil gingen die antifaschistischen Proteste gegen den Thor Steinar-Laden am Freitag weiter. Zur Öffnungszeit um 10 Uhr demonstrierten Dutzende junge Leute gegen die Neonazi-Provokation. Das Polizeiaufgebot in der Ladenpassage beeinträchtigt bereits jetzt das Geschäft der ansässigen Einzelhändler. „Bis zum Sankt Nimmerleinstag“ wolle man die Polizeipräsenz nicht aufrechterhalten, so ein Polizeisprecher. „Eigentum verpflichtet“, kommentierte der Sprecher und verlangte, dass der Thor Steinar-Laden selbst für seine Sicherheit sorgt. Das birgt allerdings neuen Zündstoff – der Betreiber könnte Nazi-Schläger anheuern.

Mit zwei Kundegbungen wollen Antifaschisten erneut gegen den Nazi-Laden in der Spitaler Straße demonstrieren: am Samstag um 12 Uhr am Mönckebergbrunnen und am – verkaufsoffenen – Sonntag um 13 Uhr.

Quelle: Indymedia.org

Take responsbility!
Take action!
Thor Steinar-Dreck zerschlagen!

Bundeswehr raus aus den Köpfen!

Bundeswehr raus

Das in Lüneburg stationierte Aufklärungslehrbataillons 3 der Bundeswehr, soll am 30. September 2008 den Beinamen “Lüneburg” erhalten. Bei einem “feierlichen Appell” wollen Brigadegeneral Volker Barth und Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) dem Verband den Namenzusatz verleihen. Das militaristische Spektakel findet um 19 Uhr auf dem Marktplatz statt, anschließend ist ein Empfang im Rathaus der Stadt vorgesehen.

Keine Auszeichnung für Kriegshandwerk!

Club 88 die Stirn bieten!

Raus auf die Straße gegen Nazis!

Es wird wieder Herbst. Zu verschiedenen Anlässen treffen sich FaschistInnen und RassistInnen aus ganz Europa in Deutschland. Nach dem Verbot der zentralen Heß-Demonstration der Neonazis in Wunsiedel, wichen sie in andere Städte, u.a. nach Kiel aus, um den Nationalsozialismus zu verherrlichen.
Es stehen Ereignisse an, gegen die antifaschistischer Widerstand notwendig ist. Am Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 soll in Köln ein rassistischer „Anti-Islam-Kongress“ mit internationaler Beteiligung stattfinden. Großevents wie der Kongress in Köln oder NS-verherrlichende Großdemonstrationen wie in Halbe, Dresden oder (früher) Wunsiedel sind für die europäische Naziszene extrem wichtig, da es ihnen ein Gefühl von Macht und Stärke gibt, mal nicht nur mit ein paar hundert Hanseln, sondern mit mehreren tausend „Gleichgesinnten“ versammelt zu sein. Genau gegen dieses Gefühl von Macht und Stärke muss sich antifaschistische Intervention richten. (mehr…)

Massenfestnahmen in Köln

Im Zuge der Proteste gegen den rassistischen ProKöln-Kongress gegen Islamisierung wurden am Samstag, den 20.9.08 rund 500 AntifaschistInnen bis zu zwölf (!) Stunden in Kesseln, Gewahrsam und der GeSa (Gefangenen-Sammelstelle) festgehalten. Der Ermittlungsausschuss (EA) Köln ruft alle Betroffenen auf, Gedächnisprotokolle zu schreiben und ggf. über eine Strafanzeige gegen die Polizei nachzudenken.

Link EA Köln

No justice, no peace!
Fight the game, fight the players!

Quelle (Oiriginal-Text): www.antifa.de




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