Archiv für September 2009

25. September – Demonstration gegen Neonaziaktivitäten in Schwarzenbek und Umgebung

Nach dem rassistisch-motivierten Brandanschlag auf das Feuerschloss in Schwarzenbek wollen wir die Füße nicht stillhalten und den Nazis zeigen, dass sie sich die falsche Stadt für ihre verabscheuungswürdigen Ideologien und Aktionen ausgesucht haben!

Wir werden diese extreme und jegliche weiteren Auslebungen des Alltagsrassismus, wie er in diesem Staat und vielerorts sonst leider noch vorhanden ist, nicht akzeptieren und uns aktiv und entschlossen zur Wehr setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und faschistische Auswüchse!

Es darf nie zu einem zweiten Mölln’92 kommen, nicht hier und nirgends sonst und dafür werden wir uns einsetzen und uns den Nazis in den Weg stellen, wann und wo immer es uns möglich ist!

Wir wollen unsere Solidarität mit den Betroffenen des Brandanschlags und darüber hinaus allen Opfern des deutschen „Normalzustandes“ bekunden und haben kein Bock auf Rassisten, Faschisten und Nationalisten, die versuchen, ihre Ziele und Vorstellungen durch Einschüchterung, Hetze und Angriffe gegen Andersseiende und Andersdenkende durchzusetzen!

Deshalb wollen wir gemeinsam mit allen, denen diese Zustände auch zum Halse raushängen und die den Nazis den Kampf ansagen wollen und denen, die es bereits getan haben, eine spontane Demonstration in Schwarzenbek veranstalten, um unseren Unmut lautstark und sichtbar Luft zu machen!

Diese wird sich um 18 Uhr auf dem Vorplatz des Bahnhof Schwarzenbek versammeln.

Solidarität mit den Opfern des alltäglichen Rassismus!

Kommt zahlreich, kommt wütend!
Faschisten die Stirn bieten! – Nazis aus der Deckung holen!

Aufruf – Antifaschistische Aktion Herzogtum Lauenburg

21. September – Rassistischer Brandanschlag in Schwarzenbek!

Am 21. September 2009 ereignete sich in den frühen Morgenstunden in Schwarzenbek ein schwerer Brandanschlag auf das „Feuerschloss“, ein bekanntes Lokal in dieser Region. Dabei wurden auf dem Hof des Geländes Fensterscheiben eingeschlagen und drei Molotovcocktails hineingeworfen, welche zum Glück nicht zündeten.

Der mutmaßliche Täter meldete sich am folgenden Vormittag bei der Polizei und einem Reporter der „Lübecker Nachrichten“ und erklärte seine rassistische und rechtsextreme Einstellung als Motivation für diese Tat. Der Nazi hätte den Betreiber iranischer Herkunft und seine Familie, welche über dem Restaurant wohnt, töten können. Am Gebäude entstand ein erheblicher Sachschaden. Die Polizei war bisher nicht im Stande, den oder die Täter ausfindig zu machen, die Schleswig-Holsteinische Staatsschutzabteilung wurde hinzugezogen.

Der Täter erklärte am Telefon weiterhin, dass „dies nur der Anfang war“ und dass er nicht alleine sei: „Wir sind mehrere, eine ganze Gruppe“. Weiterhin forderte er „alle politischen“ auf, „etwas zu machen“. Im Laufe des Tages wurden dann mehrere Drohungen gegen verschiedene Läden in Schwarzenbek ausgesprochen, welche ebenfalls nicht in ihr deutsches „Welt“bild passen. Die Ankündigung, sie am folgenden Montagabend dann „plattzumachen“, bewahrheitete sich glücklicherweise nicht, dennoch ist in näherer Zukunft mit neonazistischen Aktivitäten in Schwarzenbek und Umgebung zu rechnen.
Diese müssen vehement aufgedeckt und verhindert werden!

Die neue Dimension der Naziaktivitäten in Schwarzenbek und damit auch im Kreis Hzgt. Lauenburg, welche im wahrsten Sinne des Wortes über Nacht erreicht wurde, ist dabei mehr als erschreckend und erinnert in der Form an die Brandanschläge vor 17 Jahren in Mölln 1992, bei welchen die 51-jährige Bahide Arslan, ihre 10jährige Enkelin Yeliz und die 14jährige Ayse Yilmaz von Neonazis ermordet wurden.
Die gesamte Situation ist für alle Betroffenen mehr als beunruhigend, da bisher nicht bekannt ist, welche Gruppe hinter dieser Tat steht.

Das offensichtliche Ziel der Nazis sind dabei Mitmenschen nicht-deutscher Herkunft, der Anrufer forderte unter Anderem im Bekennertelefonat „Scheiss Kanaken raus aus Schwarzenbek“.

Wir werden eine derartige Entwicklung hier im Kreis nicht hinnehmen und rufen deshalb dazu auf, sich gegen die Attentäter und ihre Einschüchterungs- und Mordversuche zu wehren und ihnen aktiv den Weg zu verstellen, damit sich ein derartiger Anschlag (oder gar schlimmeres) nicht erneut ereignen kann!

Wir sollten gemeinsam und entschlossen, sowohl praktisch, als auch theoretisch gegen die Auswüchse von Rassismus und Faschismus kämpfen und dem braunen Abschaum zeigen, dass er in dieser Stadt und darüber hinaus nicht willkommen ist!

Unsere Solidarität gilt den Betroffenen dieser widerwärtigen Tat und darüber hinaus allen Opfern des alltäglichen Rassismus in Deutschland und überall!
Organisiert euch, klärt euer Umfeld auf, setzt euch zusammen und überlegt gemeinsam, wie man diesen verabscheuungswürdigen Zuständen entgegentreten kann!

Antifaschismus, sowohl auf theoretischer, als auch auf praktischer Basis, ist in Zeiten wie diesen eine unabdingbare Notwendigkeit im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und faschistische Tendenzen!

Dieses Attentat war und ist ein Angriff auf uns alle!

Wir dürfen in Zukunft nicht mehr nachsichtig im Bezug auf Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung Andersdenkender- und seiender durch Neonazis sein, so wie es in Deutschland und anderswo oftmals der Fall ist. Viel zu oft ist es schon passiert, dass Menschen mitten in der Öffentlichkeit systematisch terrorisiert wurden, ohne dass jemand dem rechten Mob Einhalt geboten hat!
Faschismus ist keine Meinung, die man vertreten und ausleben darf, sondern ein Verbrechen gegen alle Menschen dieser Welt!


Kein Vergeben, kein Vergessen! – Nazistrukturen aufdecken und zerschlagen!
Kein Fussbreit den Faschisten!

Weitere Infos werden folgen.

11. September 2009 – Inglorious Schanzenfest

Anlässlich der Nazi-Kundgebung am 11.09.09 um 19:00 am Berliner Tor rufen autonome und antifaschistische Gruppen dazu auf, sich an dem Tag schon um 17:30 Uhr am Berliner Tor zu treffen.

Zusammen wollen wir verhindern, dass die Nazis ihre menschenverachtende Ideologie unter die Leute bringen können.
Die angemeldete Demonstration droht, nach unserer Ansicht, zu einer Veranstaltung im derzeitigen Wahlkampf zu werden – wir wollen aber keine Wahlkampfreden hören, sondern aktiv den Nazis die Plattform nehmen, von der aus sie ihre rassistische Weltsicht verbreiten können.

Also:
Kommt alle direkt zum Berliner Tor. Da Nazi-Gruppen unterwegs sein werden:
Seid wachsam, entschlossen und reagiert angemessen auf Provokationen – auch von den Bullen!

Autonome/antifaschistische Gruppen aus Hamburg

Nach Innensenator Ahlhaus und hat nun auch die NPD in Hamburg dazu aufgerufen, dem Schanzenfest ein Ende zu bereiten. NPD-Funktionär Jürgen Rieger hat zu diesem Zweck eine Kundgebung angemeldet, die am Freitag den 11. September um 19 Uhr am Berliner Tor stattfinden soll.

Motto der NPD Kundgebung ist: „Recht und Ordnung durchsetzen – Schanzenfest dauerhaft verbieten!“. Wir fordern alle auf, diese Nazikundgebung zu verhindern. Informiert euch über die laufenden Aktivitäten und kommt zum Ort, an dem sich die NPD treffen will.

Am darauf folgenden Samstag findet in Hannover ein weiterer Naziaufmarsch statt. Wir unterstützen die antifaschistische Mobilisierung nach Hannover und laden alle ein, von Hamburg aus dorthin zu fahren. Alle, die in Hamburg bleiben, rufen wir auf, den antifaschistischen Selbstschutz auf dem Schanzenfest am 12. September zu organisieren. Verhindert die Naziaufmärsche und unterstützt antifaschistische Proteste.

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